Stadt - Infos

Geschichte

Die Weinstadt Poysdorf entstand auf einem sehr geschichtsträchtigen Boden. Als die ersten Bauern vor mehr als 7000 Jahren sesshaft wurden, besiedelten sie das fruchtbare Poybachtal. Zahlreiche Funde aus der Jungsteinzeit und der Bronzezeit weisen darauf hin. Der Weinbau hatte immer schon große Bedeutung im wirtschaftlichen und kulturellen Leben des Ortes der 1194 erstmals im Klosterneuburger Traditionskodex erwähnt wird. Nachweislich wird der Weinbau seit Beginn des 14. Jahrhunderts betrieben. Der zu Beginn der Neuzeit aufstrebende Ort wurde 1582 von Kaiser Rudolf II. zum Markt erhoben. Durch die Nähe der Grenze zwischen den Kulturen Ost- und Mitteleuropas war Poysdorf wiederholt Schauplatz kriegerischer Auseinandersetzungen mit den Ungarn, Schweden, Franzosen und Preußen. Doch bei einem guten Glas Wein lassen sich auch solche Meinungsverschiedenheiten leicht ausräumen. 1923, in einer Zeit schwerer Wirtschaftskrisen, wurde Poysdorf das Stadtrecht verliehen.

Kultur

Wer sich auf einen der markierten Wanderwege durch die Stadt begibt, entdeckt eine Reihe von Kulturdenkmälern, die noch von der Tiefgläubigkeit der Bevölkerung zeugen. Zahlreiche Wegkreuze, die zur Abwendung von Plagen und Unheil errichtet wurden finden sich heute in den Weinberge rund um Poysdorf. Dazu gehören auch die Kleindenkmäler der heutigen Zeit, die Hubertuskapellen. Eine große Bedeutung stellt die 1999 durch den Vorarberger Künstler L.Ä. Heinzle neu gestaltete Passionskapelle mit dem Weinviertler Kreuzweg in der Brunngasse dar. Markantestes Bauwerk ist die 1629-1635 errichtete und weithin sichtbare Pfarrkirche St. Johannes d. Täufer auf dem Kirchberg in Poysdorf. Gern besuchtes Ausflugsziel ist die Wallfahrts- und Hochzeitskirche Maria Bründl, idylisch gelegen im Quellschutzgebiet zwischen Poysdorf und Kleinhadersdorf. Das Stadtmuseum, die Galerie "Nachtwächterhaus", das Oldtimermuseum und die romantischen Kellergassen laden zum Besuch und zu einer Zeitreise ein. Im Weinstadt-museum erfahren Sie alles über die Geschichte des Weinbaus, die Arbeit im Weingarten und im Keller. Im Rahmen einer Sonderausstellung zeigt die Firma Wottle die Entwicklung der Weinpressen. Die Galerie Nachtwächterhaus widmet sich dem Lebenswerk der bekanntesten Poysdorfer Malerin Maria Ohmeyer. Erwähnenswert ist auch das älteste Bürgerhaus Poysdorfs, das Eisenhuthaus, sowie die Bauwerke der ehemaligen Grafen von Falkenstein, die Vogelsangmühle in der Laaer Straße und das Schloss in Poysbrunn.

Poysdorf - Paradies für Freizeitsportler

Poysdorf als Zentrum des Weinviertler Dreiländerecks ist nicht nur Weinmetropole, sondern auch ein Paradies für Freizeitsportler. Zahlreiche gut markierte Wanderwege an den Südhängen des Falkensteiner Hügellandes laden zu kürzeren oder ausgedehnteren Wanderungen durch Kellergassen und Weingärten ein. Poysdorf ist auch an das regionale und überregionale Radwegenetz angeschlossen. Dadurch bestehen viele Möglichkeiten für Radausflüge durch das Weinviertel und zu den Liechtensteinschlössern in Südmähren. Relaxen können Sie auch im Freizeitzentrum mit Badeteich, Minigolf, Tennisplatz, Tischtennis, Beach-Volleyball u.v.m. Pferdefreunde sind gern gesehene Gäste in der Reitermühle Kleinhadersdorf oder im Lindenhof in Walterskirchen. Die Region um Poysdorf besitzt ein gut markiertes Reitwegenetz.